Info über Sierra Leone

Informationen über das Land Sierra Leone:

 

Seit Beendigung des Bürgerkriegs im Jahr 2002 lassen sich beträchtliche Fortschritte beobachten. Im ganzen Land herrschen jetzt Frieden und Sicherheit.

Im November 2012 hat die 3. demokratische Wahl stattgefunden, die wiederum geordnet und ruhig abgelaufen ist. Präsident Ernest Bai Koroma wurde zum zweiten Mal gewählt. Somit können die in der 1. Legislaturperiode erfolgreich begonnenen Regierungsprogramme fortgeführt werden. Das sind v. a.: Ein Gesundheitsprogramm zur  Bekämpfung der hohen Mütter-, Säuglings- und Kindersterblichkeit, Bildung für alle, Straßenbau, Ausbau der Elektrifizierung, Förderung der Wirtschaft und Schaffung von Arbeitsplätzen.

In seiner Antrittsrede zur 2. Regierungsperiode hat der Präsident alle Sierra-Leoner sehr engagiert aufgerufen zum Lernen, zum Arbeiten – auch für die Gemeinschaft. Und er hob die Tradition der großen Toleranz seines Volkes gegenüber der Vielfalt der Ethnien und der Religionen hervor, die unbedingt bewahrt werden soll. (Bei unseren Reisen haben wir diese Toleranz oft erlebt und als beispielhaft bewundert.)

Dennoch zählt das Land leider noch immer zu den ärmsten der Welt. Die
brennendsten Probleme sind (s. o.) die hohe Arbeitslosigkeit, die hohe Säuglings-, Kinder- und Müttersterblichkeit, die außerordentlich unzulängliche Energieversorgung und vielfach immer noch fehlende befestigte Straßen.

Bewusst sind unsere Projekte im sehr armen ländlichen Gebiet angesiedelt, um gerade den Menschen dort eine Perspektive der Hoffnung mit konkreten Anleitungen zur Hilfe zur Selbsthilfe zu vermitteln.

 

Lage

 

Sierra Leone grenzt im Nordwesten, Norden und Nordosten an die Republik Guinea und im Südosten an Liberia. Im Süden und Südwesten liegt der Atlantische Ozean. Eine bis zu 110 km breite Ebene zieht sich an der Küste entlang, auf der Freetown-Halbinsel erheben sich die Sierra Lyoa Mountains bis zu einer Höhe von 1.000 m. Einigen Küstenregionen sind bis zu 112 km lange Sandbänke vorgelagert. Hinter der feuchten Küstenebene beginnt das z. T. landwirtschaftlich genutzte Waldgebiet, durch das die drei wichtigsten Flüsse fließen. Das Land steigt zu den östlichen Guinea Highlands an, einem Hochplateau mit Erhebungen von über 1.830 m in den Loma Mountains und Tingi Hills. Der höchste Berg ist der Bintumani mit 1.948 m.

Geographische Lage: 10°-13° westliche Länge, 7°-10° nördliche Breite an der westafrikanischen Atlantikküste.

 

Die größten Städte in Sierra Leone sind (Stand 1. Januar 2005):
Freetown 802.639 Einwohner,
Bo 174.354 Einwohner,
Kenema 143.137 Einwohner,
Makeni 87.679 Einwohner und
Koidu-Sefadu 87.539 Einwohner.

 

Die größten Flüsse sind Moro, Sewa, Rokel und Mongo.

Weitere Informationen über die Geographie finden Sie auf Wikipedia

 

Produkte in Sierra Leone

 

Landwirtschaft


Für den überwiegenden Teil der Bevölkerung ist die Landwirtschaft die Existenzgrundlage. Man wendet dabei Brandrodung und Wanderhackbau an. Allerdings werden nur etwa 6% der Fläche landwirtschaftlich genutzt. Hauptsächlich wird dabei Reis, Hirse und Maniok produziert, meist für den Eigenbedarf (Subsistenzwirtschaft). Für den Export sind Kaffee, Palmkerne und Kakao bestimmt.
Neben der Landwirtschaft dient auch der Fischfang dem Eigenbedarf, vor allem werden Heringe und Thunfisch gefangen.

 

 

Energieversorgung


Hauptträger der Energieversorgung des Landes ist die Wasserkraft.

 

 

Rohstoffe


Das Land ist reich an Bodenschätzen wie Bauxit, Braunkohle, Chrom, Diamanten, Eisenerze, Gold, Graphit, Columbit, Mangan, Molybdän, Platin, Rutil (Titanoxid) und Rhodium. Exporte von mineralischen Rohstoffen machten 1989 etwa 80 Prozent der Ausfuhren aus.
Seit Beginn der Rebellenübergriffe aus Liberia im Jahre 1991 ist die formelle Diamantenförderung praktisch zum Stillstand gekommen. Eisenerz wird seit 1985 wegen mangelnder Auslandsnachfrage nicht mehr gefördert. Der Export von Gold und Diamanten wird durch die hohe Schmuggeltätigkeit sehr stark beschränkt.

Nach Angaben der EIU (Economic Intelligence Unit ) in London wurden 1988 Gem-Diamanten (Schmuck-Diamanten) aus Sierra Leone im Wert von 300 Mio. $ und 1989 über 450 Mio. $ in Antwerpen verkauft. Offiziell wurden jedoch Verkäufe im Wert von nur 5 Mio. $.(1988) und 4,5 Mio. $ (1989) registriert, d.h. rund 98% (1988) und 99% (1989) der produzierten Diamanten wurden illegal (über Monrovia, Burkina Faso und Abidjan) aus dem Land geschmuggelt.

 

Weitere Informationen über Landwirtschaft, Energieversorgung und Rohstoffe finden Sie bei Wikipedia .

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© Ursel Röckle