Rückschau

Aktuelles Jan. 2015

Auswirkungen der Ebola-Krise auf unsere Projekte

Liebe Mitglieder und Freunde,

durch Ihre Spenden nach unserem Aufruf Ende Sept. 2014 war es möglich, in einem Container eine große Anzahl von medizinischen Hilfsmitteln für die Menschen in unseren Projekten zu verschicken.
Die Spende von wertvollen medizinischen Geräten (Ultraschallgerät, Belastungs- EKG u.v.a.) bringt in unsere unterversorgten Gebiete eine kaum zu unterschätzende, wichtige Verbesserung in der medizinischen Versorgung.


Wir danken Ihnen sehr herzlich für Ihre Anteilnahme, die sich in Ihren Spenden ausdrückte!

Leider kann derzeit noch immer nicht von einem Rückgang bzw. Stillstand der Epidemie in Sierra Leone gesprochen werden.
Die Menschen sind aber nun weitestgehend, auch in abgelegenen Gegenden aufgeklärt, welche Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten sind, so dass Neuinfektionen durch Unwissenheit jetzt  eingedämmt werden können.
In Kürze öffnen die Schulen wieder, auch Märkte leben mehr und mehr wieder auf, das bedeutet, dass allmählich wieder normales Leben möglich wird.
Wir stehen in gutem Kontakt zu unseren Leuten und erfahren somit aktuell, welche Nöte die Menschen drücken. Von daher ist Planung möglich, was am dringendsten nötig ist, sobald wir wieder vor Ort sein können.

Sofortmaßnahmen

1. Gesundheit
Unsere Gesundheitsstation erwies sich vom Zeitpunkt der Eröffnung 2013 an als so großer Magnet, dass sie schon vor der Ebola-Epidemie überlaufen war.
Das wichtigste Anliegen ist uns nun, diese Einrichtung räumlich und personell auszubauen.
So bald wie irgend möglich soll die medizinische Weiterbildung dort wieder aufgenommen werden. Gleichzeitig muss auch die medizinische Versorgung der Bevölkerung in der unmittelbaren Umgebung verstärkt möglich werden.
Das heißt: Ausbau und Ausstattung des Gebäudes, die Beschaffung von medizinischen Hilfsmitteln und Medikamenten und die Bezahlung von Hilfskräften haben oberste Priorität!
Für den hohen finanziellen Aufwand, der hierfür notwendig ist, hoffen wir wieder sehr auf Ihre Unterstützung.

2. Ernährung, Agrarwirtschaft
Epidemiebedingt fielen im Herbst 2014 sowohl die Ernte aus wie auch die Aussaat. Dadurch ist bereits jetzt eine große Notsituation entstanden. Für die wenigen verfügbaren Grundnahrungsmittel sowie das Saatgut werden stark überhöhte Preise gefordert, die für unsere Bauern unerschwinglich sind. Wir werden sie jetzt für eine Übergangszeit bei der Beschaffung von Lebensmitteln und Saatgut finanziell unterstützen müssen.

3. Punktuelle Bauverbesserungen
Außer den Flughunden, die im Freien leben, gelten auch die Fledermäuse als Überträger von Ebolaviren. Fledermäuse verbringen ihre Ruhezeiten auch in Gebäuden und hinterlassen dort ihren Kot. Wir werden bei allen unseren Schulgebäuden genau überprüfen lassen, ob Fledermäuse Einflugmöglichkeiten finden und dies ggf. sofort durch geeignete Baumaßnahmen unterbinden.

Wir bitten Sie wieder um die Ermöglichung dieser Vorhaben durch Ihre großherzige und wertvolle Spende! Spendenbescheinigungen stellen wir ab 20 Euro aus; wir bitten Sie ggf. um Angabe Ihrer Anschrift.

Mit sehr dankbaren und herzlichen Grüßen

Debali Konteh (1. Vors.)                    Ursel Röckle


Spendenkonto:

Volksbank Kurpfalz, H + G Bank, Heidelberg
IBAN: DE66 6729 0100 0061 1494 06
BIC: GENODE6 1HD3

 

In den Jahren 2005 bis 2012 haben wir insgesamt über 10 Schiffscontainer mit Hilfsgütern in unsere Projekte geschickt.

So konnten wir z.B.

  • die Bauern in den EAFA-Farmprojekten mit landwirtschaftlichen Geräten und Ersatzteilen ausstatten,
  • mit Schleppern und Fahrzeugen die Arbeit der Farmmitarbeiter erleichtern und verbessern,
  • mit medizinischen Geräten und Hilfsmitteln einige Krankenhäuser unterstützen,
  • mit Nähmaschinen und Schneidermaterialien kleine Einkommensgrundlagen für Frauen schaffen,
  • mit Schulmaterialien einige ländliche Schulen ausstatten und
  • mit Fahrrädern weite Schulwege ermöglichen

Info über die Entwicklung in den vergangenen Jahren

 

November 2007

Liebe Freundinnen und Freunde unserer Projekte in Sierra Leone,

in diesem Jahr hat Sierra Leone eine "Feuerprobe" bestanden: Die zweite Präsidentschaftswahl seit Beendigung des Bürgerkriegs fand im September statt. Der Wahlausgang führte zu einer Patt-Situation. Die Stichwahl einige Wochen später brachte die bisherige Opposition an die Regierung. Beide Wahlen wurden von internationalen Beobachtern überwacht, die bescheinigten, dass die Wahlen im großen und ganzen korrekt verlaufen sind. Eine hohe Wahlbeteiligung zeugt von dem Willen der Bevölkerung, geordnete Verhältnisse schaffen zu wollen.

Im Mai dieses Jahres besuchte der Botschafter von Sierra Leone das Honorarkonsulat von Baden-Württemberg in Denkendorf. Bei einem Empfang im dortigen Rathaus zu Ehren des Botschafters bedankte er sich mit den Worten: “Herzlichen Dank für die Hilfe, die Sie gemeinsam oder als Einzelne für Sierra Leone geleistet haben, es ist wirklich ein menschliches Engagement.”

 

Das Land mit knapp 6 Mill. Einwohnern leidet noch sehr unter den Folgen des vor sechs Jahren beendeten Bürgerkriegs. Nicht nur die zerstörte Infrastruktur (Schulen, Krankenhäuser, Dörfer, Straßen, ...) sind riesige Herausforderungen für ein Land, das immer noch als das zweitärmste der Weit eingestuft wird; mindestens so große Probleme bestehen in menschlichen und familiären Bereichen, da Kinder von den Rebellen zu Kindersoldaten gezwungen wurden und diese inzwischen jungen Erwachsenen nun in ein normales Leben zurückgeführt werden müssen. Fast nicht zu ertragen ist der Anblick der damals verstümmelten jungen Menschen, die kaum eine Zukunft haben werden.

Ein afrikanisches Sprichwort sagt:

 

"Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten ihre Gaben schenken, dann verwandeln sie das Antlitz der Erde."

 

Auf dem beiliegenden Blatt >Wer sind wir? stellen wir unsere derzeitigen Projekte und unsere Arbeitsweise vor.

Im April 2007 kamen zwei große Schiffscontainer mit überwiegend landwirtschaftlichen Hilfsgütern in Sierra Leone an. Herr Debali Konteh, der Vorsitzende des Vereins, war selbst vor Ort und sorgte für die richtige Verteilung.

An Einzelaktionen möchten wir exemplarisch herausgreifen, dass die 9. Klasse des Theodor-Heuss-Gymnasiums in Esslingen zum zweiten Mal eine sehr reichhaltige Sammelaktion durchgeführt hat. Unser Aufruf nach Fleischwölfen hat bis jetzt 22 Exemplare zusammengebracht. Herzlichen Dank für das Durchstöbern von Speichern und Kellern und für das Nachforschen in der Verwandtschaft und Nachbarschaft!

Der nächste Container ist in Vorbereitung - ob er noch in diesem Jahr oder Anfang 2008 auf den Weg gebracht werden kann, ist noch nicht geklärt.

Herzlichen Dank sagen möchten wir allen, die in diesem Jahr wieder dazu beigetragen haben, dass wie diese Projekte durchführen können!

Z. Z. planen wir eine Reise nach Sierra Leone, möglicherweise bereits für Jan. / Febr. 2008. Vorgesehen sind Gespräche in der deutschen Botschaft und Besuch in allen Projekten. Wir sind schon sehr gespannt darauf, was wir im nächsten Brief darüber berichten können.

Über Ihre weitere Unterstützung unserer Projekte würden wir uns sehr freuen1 Erzählen Sie bitte auch im Freundeskreis von uns. Auch wenn Sie sich zu einer Mitgliedschaft in unserem Verein entschließen könnten (Jahresbeitrag E 20,-), würde uns das sehr helfen.

Mit herzlichen Grüßen

 

     Ursel Röckle        Willi Drechsler      Debali Konteh

November 2006

 

Liebe Freundinnen und liebe Freunde der Elisabeth-Farm In Sierra Leone,

drei Container mit Hilfsgütern haben wir in diesem Jahr bereits nach Sierra Leone schicken können. Wir haben die erfreuliche Rückmeldung, dass alle Container schnell von der Zollbehörde freigegeben wurden und die Güter jetzt von den richtigen Personen an die dafür bestimmten Stellen verteilt werden. Dies ist nicht ohne weiteres selbstverständlich, um so dankbarer sind wir und sehen dies als großen Erfolg an.

Damit es zu so umfangreichen Aktionen kommen konnte, bedurfte es Ihrer großen Offenheit, der Bereitschaft und dem Vertrauen, für unser Projekt zu sammeln, zu spenden, sich zu engagieren! Wir hätten am Anfang nicht erwartet, dass wir so viele Spenden bekommen, und zeitweise mussten wir uns mächtig anstrengen, dass wir das unerwartete Volumen bewältigten. Aber das beflügelte uns auch.

Der erste Container enthielt medizinische Güter: Eine komplette Arztpraxis-Einrichtung, einige Paletten mit wertvollen Operationsinstrumenten u.ä. hat das Krankenhaus in Freetown bekommen. Da Sierra Leone zu den medizinisch am schlechtesten versorgten Ländern der Welt gehört, sind diese Spenden wahre Kostbarkeiten. Dazu gehören auch die zahlreichen Rollstühle, die für die zahllosen Bürgerkriegsinvaliden, dringendst gebraucht werden.

Für die Elisabeth-Farm waren zwei große Container bestimmt, die z.B. einen Schlepper, einen Einachs-Schlepper mit Zubehör, einen Jeep, Schubkarren, Ackergeräte und vieles andere mehr enthielten.

Inzwischen gehören zur Farm mehr als 1000 Personen - vom Baby bis zu Opa und Oma - , für die Kleidung, Haushaltsgegenstände, Verbandsmaterial, Nähmaschinen, Schulsachen, ... gespendet wurden.

Wir bekamen auch viel Spielzeug, was sich die Familien dort überhaupt nicht leisten können. Zahlreiche Fahrräder für Kinder und Erwachsene konnten wir mitschicken. Da zu Schulen oder zu Märkten sehr große Entfernungen zurückzulegen sind, sind das hochwillkommene Verkehrsmittel. Die Nähmaschinen unterstützen die Frauen nicht nur bei der Versorgung ihrer Familien, darüber hinaus ermöglichen sie ihnen einen eigenen Verdienst. Außerdem ist vorgesehen, in der Schule eine Nähklasse einzurichten.

Eine wirklich tolle Sache war das Engagement der Klasse 8 b des TheodorHeuss-Gymnasiums in Esslingen im letzten Schuljahr, einschließlich ihres Klassenlehrers, Herrn Sedlatschek, und seiner Kollegin, Frau Große. Die Schülerin Saskia Berthold hat alle angesteckt, sodass eine wunderbare Sammelaktion zustande kam, an der sich die ganze Schule beteiligte. Das Packen der Spenden wurde von den Schülerinnen und Schülern übernommen und beim Transport zum Container und beim Beladen haben Eltern an einem Samstag mitgeholfen. Auch die Eßlinger Zeitung hat über die Aktion ausführlich berichtet,

Doch nicht allein Sachspenden kamen zusammen, bereits zweimal haben die Schüler den Erlös von Verkaufsaktionen an die ElisabethFarm gespendet.

Nicht alle Nöte können mit Sachspenden gelindert werden, oft geht es nur mit Geld. So hat am 13. Mai 2006 im Neuen Schloss in Stuttgart ein Benefizkonzert stattgefunden, bei dem ein Teil der Spenden der Elisabeth-Farrn zuerkannt wurde, Damit konnten wir einen Stromgenerator für die Farm teilweise finanzieren. Weitere Geldspenden aus unserem Freundeskreis ermöglichten uns, den Generator bereits nach Sierra Leone zu schicken. Wir hoffen, den noch fehlenden Betrag bald beisammen zu haben. Beeilen mussten wir uns deshalb, damit vor Ort noch die Hilfe der sehr engagierten Männer vom THW in Anspruch genommen werden kann, die nur noch wenige Monate im Land sind.

Ein weiteres Projekt erscheint uns seit unserem Aufenthalt in Sierra Leone sehr wichtig: im Landesinnern, in Magburaka, soll eine große Schule (ca. 1500 Jungen ab Sekundarstufe), die von den Rebellen im Bürgerkrieg schwer zerstört wurde, wieder aufgebaut werden. Die Elektrifizierung dieser Schule wäre eine große Hilfe. Z2. wird untersucht, ob sich Solartechnik besonders gut eignen würde.

Bei allen Aktionen ist unsere Richtschnur, die Hoffnung der Menschen nach dem Bürgerkrieg konkret zu unterstützen, Anschubhilfe bei landeseigenen Projekten zu leisten, Bildung zu fördern, im gesundheitlich-medizinischen Bereich Notlagen zu lindern.

Wenn solche Anschubhilfen Erfolg haben, können die liebenswerten Menschen in Sierra Leone im eigenen Land wieder Fuß fassen. Vielleicht können wir durch unsere Aktionen einen Beitrag leisten, verzweifelte Fluchten in Richtung Europa zu vermeiden,

Wir würden uns sehr über Ihre weitere Unterstützung freuen! Landwirtschaftliche Geräte aller Art werden notwendig gebraucht (> Hilfe zur Selbsthilfe!), ganz besonders hilfreich wären z.B. Einachs- und Zweiachs-Anhänger. Vielleicht schauen Sie noch einmal nach, was Sie nicht mehr brauchen. Sie unterstützen uns auch, wenn Sie in Ihrem Bekanntenkreis von unserer Aktion erzählen.

 

Ganz herzlichen Dank für all das Gute, was Sie für unser Projekt schon beigetragen habenl

Mit, herzlichen Grüßen

 

Willi Drechsler     Debali Konteh     Ursel Röckl

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