Rundschreiben März 2026

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer
und Interessierte,

Im November 2025 haben wir unsere alljährliche Mitgliederversammlung abgehalten. Der Vorstand wurde für das Jahr 2024 entlastet; das Jahr 2025 lief zu dem Zeitpunkt noch. Dennoch wurde ein aktualisierter Jahresbericht gegeben, der sich vor allem um den Ausbau der Schule in Worreh Yeama drehte.
Als Gast hat Herr Leonhard Lambrecht von der AEW Rottweil als Hauptsponsor für die Schule die insgesamt schon 18-jährige (!) gute Zusammenarbeit mit unserem Verein gewürdigt. Er beschrieb aber auch das für alle karitativen Gruppen und Vereine schwieriger werdende Umfeld, für wünschenswerte Projekte in bedürftigen Ländern finanzielle Unterstützung zu erhalten.

Schulprojekt Worreh Yeama

Der Schulbetrieb läuft und ist in vollem Gange. Wir sind gerade dabei, die Außenanlagen vor der nächsten Regenzeit anzulegen. Es wird ein Sport- und Spielplatz eingerichtet, damit die Kinder und Jugendlichen sich außer mit dem klassisch schulischen Lernen auch altersgerecht mit Sport und Spiel aktiviert werden und soziale Kompetenzen erwerben können.
Es sind außerdem bereits erste sportliche Wettkämpfe mit anderen Schulen geplant. Insgesamt ist dieses Projekt eines, das uns wegen seiner positiven Dynamik viel Freude bereitet.

Wie im letzten Rundschreiben beschrieben, sind im Rahmen der Schulbaumaßnahmen die notwendigen Bauten miterstellt worden.
Für das laufende Jahr ist der Ausbau und die Inbetriebnahme der Schulküche vorgesehen. Hier soll für die SchülerInnen täglich eine warme und ausgewogene Mahlzeit zubereitet werden. Dazu soll ein Teil der eigenen Ernte verwendet werden; es müssen ergänzende Lebensmittel beschafft werden, bis sie selbst produziert werden können.

Dafür ist eine Anschubfinanzierung notwendig. Jede gezielte Spende für diesen Zweck ist wichtig und hilft, dieses Projekt zu realisieren.

Gesundheit

Der Leiter unserer Gesundheitsstation in Rorinka, John Conteh, hat eine erste Untersuchung der Schulkinder vorgenommen. Leider haben sich unsere Vermutungen weitgehend bestätigt: Nur rund ein Drittel der Kinder waren unauffällig, der Rest hat mit verschiedenen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, die zu einem Großteil durch Mangelernährung, Malaria und Magen-/Darmprobleme verursacht sind. Ein weiterer Aspekt ist die hohe Zahl betroffener Kinder mit psychischen Problemen, die ihre Ursache im Verlust von geliebten Personen (Elternteile) und/oder nicht kindgerechter Behandlung haben.

Dies unterstreicht, wie wichtig eine kontinuierliche medizinische und pädagogische Betreuung sowie eine ausgewogene Ernährung für die Entwicklung der Kinder sind. Unsere Clinic in Rorinka, ca. 12 km von Worreh Yeama entfernt, wird die SchülerInnen weiterhin regelmäßig medizinisch betreuen, steht aber wie bisher für alle Patienten der Region offen.

Erfreulich ist, dass die ersten von den Homöopathen ohne Grenzen ausgebildeten Healthworker nun selbst aktiv werden und unsere Klinik als eine Basis für ihre Tätigkeiten nutzen wollen.

Nach der letzten besonders intensiven Regenzeit sind wieder etliche Reparaturen notwendig, die gerade ausgeführt werden.

Landwirtschaft

Nach der langen Regenzeit wurde der Boden sehr gut durchfeuchtet und hat eine gute bis sehr gute Ernte eingebracht. Dies hat wiederum zu niedrigen Preisen für Nahrungsmittel geführt hat.  Was grundsätzlich positiv für die Ernährungslage im Land ist, resultiert auch in niedrigeren Erlösen aus den Produkten unserer Farmprojekte. Die Preise für Reis sind so tief wie schon lange nicht mehr. Um trotzdem Einnahmen zu erwirtschaften, die für den Unterhalt unserer Projekte dringend notwendig sind, haben wir uns dazu entschlossen, einen Teil der Ernte zu „parboiled Rice“ zu verarbeiten. Dieser soll etwas höhere Preise erzielen und ist darüber hinaus länger haltbar. Überdies wird, wie üblich ein Teil der Reisernte für die nächste Aussaat verwendet. Die Cassava-Wurzeln sind ebenfalls gut gewachsen.

Die Marktpreise sind derzeit ebenfalls sehr niedrig. Ein Großteil der Ernte wurde deshalb zu Gari verarbeitet. Dazu werden die Wurzeln aufwändig durch Schälen, Mahlen, Fermentieren und Trocknen zu einem kohle-hydratreichen grobkörnigen Mehl weiterverarbeitet. Das ist ein gut lagerfähiges Grund-nahrungsmittel in ganz Westafrika.

Diese Schritte markieren eine wichtige Entwicklung der landwirtschaftlichen Tätigkeit auf unserer Farm. Die Lebensmittel werden weiterverarbeitet und so den Verhältnissen am Markt angepasst. Dies ist ein wesentlicher Schritt über die rein landwirtschaftliche Produktion hinaus. Wir sind gespannt, wie sich das Ganze weiterentwickelt.

Aber auch hier geht es zurzeit noch nicht ohne eine entsprechende Unterstützung von unserer Seite: Die benötigten Geräte werden zurzeit improvisiert oder geliehen – und das kostet Geld. Auch hier benötigen wir weiterhin Ihre Unterstützung, um zu mehr wirtschaftlicher Eigenständigkeit zu kommen.

Abschließend noch eine weitere Bitte um Unterstützung:
Unser VW-Bus kommt in die Jahre und zeigt deutliche Verschleißerscheinungen. Das Fahrzeug hat häufiger Pannen und die Reparaturen werden immer aufwändiger. Hier müssen wir für Ersatz sorgen, damit unser Team vor Ort seine notwendigen Versorgungsfahrten sicher und effektiv durchführen kann.
Und auch hier bitten wir um Ihre tatkräftige Unterstützung.

All diese oben beschriebenen Ergebnisse sind Erfolge, die nur durch Ihre kontinuierliche Unterstützung und Ihre Spenden möglich geworden sind. Nur mit Ihnen können wir unsere Arbeit zur Förderung und Entwicklung in diesem ländlichen Teil Sierra Leones fortsetzen. Dafür danken wir allen Spenderinnen und Spendern von ganzem Herzen und bitten Sie, auch weiterhin an unserer Seite zu stehen und in Ihrem Engagement nicht nachzulassen.

Wir wünschen all unseren Freunden und Förderern einen schönen Frühling, ein gesegnetes Osterfest und zählen auf Ihre Unterstützung für unsere Projekte in diesen schwierigen Zeiten.

Vielen Dank und seien Sie herzlich gegrüßt

Ihr Team des Vereins Sierra Leone Baden-Württemberg e.V.

Debali und Lansana Konteh       Uwe Brinn       Willi Drechsler       Ursel Röckle

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